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Berliner Runde

Die Berliner Runde - Ein Dialogprozess

Die Kinder- und Jugendhilfe stellt heute von den Frühen Hilfen, über die Kindertagestätten bis hin zum Kinderschutz die größte soziale Infrastrukturleistung in unserer Gesellschaft für alle jungen Menschen und Familien dar. Wenn aber über Investitionen in die Infrastrukturen unserer Gesellschaft gesprochen wird, wird vor allem über Brücken, Straßen etc. diskutiert oder die Bildungseinrichtungen genannt.
Bisher wird die Infrastruktur der Kinder- und Jugendhilfe, die im Koalitionsvertrag der Bundesregierung zwar in unterschiedlichen Einzelperspektiven angesprochen wird, zu wenig beachtet. Dabei ist sie weit mehr als nur ein ergänzendes System zur Schule oder Familie.

Kinder- und Jugendhilfe begleitet, unterstützt, schützt und stärkt junge Menschen in den Kommunen, verantwortet den Kinderschutz und trägt maßgeblich zum gesellschaftlichen Zusammenhalt, zur sozialen Sicherheit, Bildungsgerechtigkeit und Demokratiebildung bei. Gerade angesichts der aktuellen Herausforderungen in Kindheit, Jugend und von Familien ist es von entscheidender Bedeutung, die Infrastrukturen der Kinder- und Jugendhilfe zu stärken und nachhaltig abzusichern. Nur so können die Zukunftsherausforderungen eines verbesserten Kinderschutzes, einer inklusiven Angebotsstruktur, des Fachkräftebedarfs, digitalisierter Verfahrensabläufe und einer demokratieförderlichen Kinder- und Jugendarbeit geleistet werden.


Dabei koordiniert die Kinder- und Jugendhilfe vor Ort die Zusammenarbeit mit den Schulen, den anderen Sozialen Diensten in Kindheit, Jugend und Familie sowie mit den Gesundheits-diensten.
Jetzt bedarf es einer gemeinsamen Gesamtstrategie zwischen Bund, Ländern und Kommunen, um – auch finanziell – die Kinder- und Jugendhilfe nachhaltig zu sichern.


Nur wenn Bund, Ländern und Kommunen sich gemeinsam der Verantwortung stellen, können die entsprechenden Zukunftsherausforderungen gemeistert werden. Dies bedarf aber Investitionen, die bereit gestellt werden müssen. 

Genau hier setzt die Berliner Runde an. Ausgehend vom Aufruf „In die Zukunft der Kinder, Jugendlichen und Familien investieren – Für starke kommunale Strukturen und eine zukunftsfähige Kinder- und Jugendhilfe“, gestartet durch Wolfgang Schröer (Universität Hildesheim), Dirk Schröder (Nieders. Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung), Josef Koch (ehem. Geschäftsführer der IGFH), Heinz Müller, Madeleine Jung und Hanna Schönenberg (ism gGmbH), ist seit 2025 eine wichtige fachpolitische Debatte entstanden.

In Zeiten dominierender Spar-Diskussionen ist die Berliner Runde bestrebt, einen anderen Akzent zu setzen: Vertreter:innen aus Politik, Kommunen, Fachverbänden und Wissenschaft kommen zusammen, um gemeinsam Perspektiven für tragfähige Strukturen, nachhaltige Finanzierung, starke Fachkräfte und innovative Ansätze zu entwickeln.

Nach einem ersten Dialogforum in der Landesvertretung des Landes Niedersachsen in Berlin wird dieser Austausch nun fortgeführt. Die Berliner Runde schafft einen kontinuierlichen Raum für Verständigung, Vernetzung und gemeinsame Impulse – mit dem Ziel, die Kinder- und Jugendhilfe zukunftsfähig weiterzuentwickeln.

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