Finanzarchitektur einer stabilen Kinder- und Jugendhilfe
Steigende Ausgaben in der Kinder- und Jugendhilfe werden oft vorschnell als Sparproblem diskutiert. Tatsächlich geht es um etwas Grundsätzlicheres: Die Kinder- und Jugendhilfe erfüllt rechtsverbindliche Aufgaben des Schutzes, der Förderung und Teilhabe junger Menschen – und ist damit eine tragende soziale Infrastruktur des demokratischen Sozialstaats.
Die eigentliche Herausforderung liegt nicht in zu hohen Ansprüchen, sondern in einer überholten Finanzarchitektur. Neue gesetzliche Aufgaben und gesellschaftliche Erwartungen treffen auf kommunale Haushalte, ohne dass Verantwortlichkeiten und Finanzierung dauerhaft neu austariert wurden.
Gefragt ist deshalb keine kurzfristige Symptomkur, sondern eine nachhaltige Reform: mit verlässlicher Finanzierung präventiver Angebote, fairer Lastenverteilung zwischen Bund, Ländern und Kommunen sowie stabilen Strukturen für Kinderschutz, Fachkräfte, Inklusion und Teilhabe.
Das Papier zur Finanzarchitektur der Kinder- und Jugendhilfe finden Sie >>hier